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Kapitel 1
Shala - Sailor Amara


Die Sonne schien in ihr Gesicht, Shala musste blinzeln. 'Wieviel Uhr ist es?' Sie sah auf die Uhr, es war 8 Uhr morgens. 'Aufstehn Shala.., sonst kommst du zu Spät!' Schnell unter die Dusche und fertig machen. Sie packte ihr Tasche und mit einem Sprung war sie schon draußen.
'Guten Morgen Chef!' 'Guten Morgen Shala! Gut das du schon da bist, heute ist viel los' Das Café in dem Shala als Bedienung arbeitet liegt in der Innenstadt von Tokyo, ganz nah am Tokyotower.
Heute waren wieder Touristen da. Das hörte sie, weil die Touristen kein Japanisch sprachen.
Mit eiligen Schritten ging sie zu den Gästen rüber. 'Hi, ich bin Shala, Willkommen in unserem Café! Hab ihr schon etwas ausgesucht?' 'Du sprichst Deutsch?', fragend sahen sie die Augen der drei Gäste an. 'Ja, ich bin in Deutschland geboren und bin vor 3 Jahren nach Japan ausgewandert.' 'Und wie hast du Japanisch gelernt?' 'ich hab in Deutschland einen Kurs belegt, damit ich hier nicht verhungern muss. Den Rest hab ich hier gelernt.' Shala musste grinsen als sie an ihr 'erstes Japanisch' denken musste. 'Wow, beeindruckend! Ok, also ich hätte dann gerne eine Cola, sie einen Grünen Tee und sie möchte einen Kaffee!' 'Kaffee.., ok, kommt sofort!'
An der Theke bemerkte Shala wie sie aus der Küche beobachtet wurde. 'Warum guckst du denn so Hiroyuki?' 'Nur so!' Shala wusste das er wieder was anstellen würde, sonst würde er nicht so grinsen.. 'Hiroyuki, mach deine Arbeit und lass Shala in ruhe!' sagte der Chef mit einer ruhigen Stimme ohne sich von seiner Arbeit abzulenken. 'Ja Chef!'

'Das war ein langer Tag!' Shala warf sich auf ihr Sofa und griff nach der Fernbedienung und schaltete den  Fernseher ein. Die Nachrichten liefen. 'Was ist denn schon wieder los? Was sind das nur für Gestalten die rumlaufen? Und wo ist eigentlich Sailor Moon wenn man sie braucht?'
Die Nachrichtensprecherin: 'Herr Takashi, was denken Sie sind das für Gestalten? Warum begehen die Menschen Selbstmord, nachdem sie Kontakt mit ihnen hatten?  Denken Sie das es Dämonen sind, gegen die die Sailor Krieger schon gekämpft haben? Und wo sind die Senshi heute?'
'Ich denke nicht, das diese Dinger solche Dämonen sind! Sie sind anders, sie versuchen die Menschen zu manipulieren! Über das Internet, den Fernseher und über alle anderen Geräten die für die Menschen sehr wichtig und unverzichtbar sind! Warum die Menschen Selbstmord begehen kann ich Ihnen auch nicht sagen Frau Kana. Den Wissenschaftlern zu folge, saugen diese Wesen den Menschen die Lebensenergie aus. Meine Meinung zu dieser Sache; das Ende der Welt steht davor..Und ich bitte die Senshi, bitte helft uns!'
'Das Ende der Welt.. ja genau.. Sagt doch gleich Satan hätte seine Helfer losgeschickt um die Bösen einzusammeln.. Typisch Fernseher, die versuchen ja auch nur die Einschaltquoten zu sprengen!'
'Damit haben sie aber nicht ganz unrecht!', kam es von ihrer nähe. Shala sprang auf! 'Wer ist da? Bist du etwa ein Dämon?'
'Nein, keine angst! Ich bin ein Gesandter vom Himmel und bin gekommen um dich zu erwecken!'
'Erwecken? Zeig dich verdammt nochmal! So kann man doch nicht reden!' Ein kleines fliegendes etwas kam wie aus dem nichts und schwebte vor Shala's Gesicht! 'Was bist du denn??' 'Ich bin ein Gehilfe, DEIN Gehilfe um genauer zu sein! Ich bin gekommen um dich über deine Aufgaben aufzuklären!' 'Was für Aufgaben? Meine einzige Aufgabe besteht darin nicht zu spät zur Arbeit zu erscheinen und dort die Gäste zu bedienen! Und von wo soll ich wissen, dass du zu den Guten gehörst?' 'Weil ich dir zeigen werde wie du gegen diese Dämonen zu kämpfen hast!' 'WAS? ICH? Du spinnst doch! Wie soll ich gegen die kämpfen? Außerdem hab ich überhaupt keine Zeit für so was!'
'Ob du willst oder nicht Shala.., du hast keine andere Wahl! Du bist eine Auserwählte! Und du musst kämpfen, sonst ist die Erde ihrem Ende nah..' Shala bemerkte wie dem fliegenden Etwas Tränen in die Augen stiegen. Sie streckte ihre Hand aus und berührte es kurz, schnell zog sie ihre Hand wieder zurück. 'Es ist also kein Traum.. Na toll!'
'WAS?? Was für ein Traum', schrie es auf. 'Das hier ist kein Traum! Bitte Shala du musst zusagen! Ohne dich können die anderen 3 Senshi dem Bösen nichts anhaben! Du darfst nicht nein sagen! Bitte..!'
Shala zögerte einen Moment und letztendlich gab sie sich geschlagen. 'Ok', Das Engelchen oder was auch immer es war, machte Luftsprünge! Er war ja eigentlich ziemlich süß.. Er war weiß-grau und hatte zwei lange Ohren auf seinem Kopf, zwei kleine Engelsflügel flatterten auf seinem Rücken. Er sah einfach zum knuddeln aus. 'Aber zuerst erzählst du mir was Sache ist!' 'Ja! Ja! Natürlich!' freute er sich.

 

Kapitel 2
Der Anfang?

'Mein Name ist Chiyo, ich bin ein Gehilfe vom Himmel und du bist eine von den 4 Senshi die vom Himmel gesandt wurden! Du Shala, bist Sailor Amara, die Kriegerin des Windes, der Luft, Kriegerin des reinen Kristalls und des Friedens. Du bist die menschliche Gestalt von Gabriel, dem Erzengel der Verkündung, dem Boten zwischen Gott und den Propheten, der Reinheit und Spiritualität. Nur du kannst die Semum, die Bediensteten vom Teufel vernichten! Die dir geliehene Kraft geht ins Unermessliche. Amara bedeutet Paradies und die weibliche Bedienstete von Gott.
Deine Aufgabe besteht darin, die anderen drei Senshi zu finden, mit ihnen unsere Gegner auszuschalten und die Menschheit zu beschützen. Ihr könnt euch mit den Senshi der Planeten zusammentun, aber ihre Kraft wird nicht reichen die Bösen zu vernichten. Und das haben sie schon gemerkt. Sie können nur die Jins, die unheilrichtenden Helfer von den Semum vernichten. Die gleichen nämlich den Dämonen, gegen sie schon einmal gekämpft haben. Und warum du kämpfen musst, muss ich dir ja wohl nicht erklären?'
Shala kam vom staunen nicht raus. Leise stand sie auf und ging in die Küche, sie nahm aus dem Kühlschrank die Wasserflasche und schenkte sich was in ihr Glas ein. Nachdem sie alles ausgetrunken hatte ging sie zurück ins Wohnzimmer. Chiyo sah sie fragend an.
'Und du meinst, ich kann das Chiyo?' 'Natürlich kannst du das! Das weiß ich!' 'Chiyo..ich weiß nicht recht.. das hört sich alles sehr spaßig an, aber auch ziemlich gefährlich!' 'Shala, bei deinem ersten Kampf wirst du merken, dass du immense Kräfte besitzt und auch das du sie einsetzen kannst! Du musst die Menschen beschützen Shala!' Shala überlegte kurz und sagte schließlich zu, 'es scheint ja so, als hätte ich keine andere Wahl..'

Endlich Sonntag! Am nächsten Morgen stand Shala schon unter der Dusche. 'Ahhh.. das tut gut..eine kalte Dusche!' Sie kam aus der Dusche und ging in ihr Schlafzimmer um sich umzuziehen. Nachdem sie sich abgetrocknet hatte zog sie ihr Handtuch weg und warf es mit einem Ruck auf ihr Bett. Sie drehte sich zu ihrem Kleiderschrank und merkte nicht das etwas unter dem Handtuch raus krabbelte. 'Shala..bitte..dreh dich ja nicht um..' Chiyo war schon rot angelaufen. Shala musste erstmal überlegen ob sie sich das nur eingebildet hatte oder ob da wirklich jemand etwas gesagt hatte. Sie hielt kurz inne.. Dann... 'AAAAHHHH CHIYOOOOOOOO!!!!!! Raus aus meinem Zimmer!!! Dich hab ich völlig vergessen!'

Am Frühstückstisch sahsen beide ruhig da und starrten nur ihre Teller an. Shala hatte eine scheibe Brot für Chiyo in seine gerechte Größe geschnitten. Gerade als Chiyo einen Bissen nahm unterbrach Shala die tödliche Stille: 'Du, sag mal Chiyo, wie sollen wir oder ich die anderen Senshi denn finden?' 'Du bist nun erwacht! Ab jetzt erkennst du sie wenn du sie siehst!' Und dir sollte klar sein, das du niemandem von deiner Identität erzählen darfst', fügte Chiyo noch zu.
'Jaaa, das ist mir klar! Und wie heißen die anderen Senshi? Also wenn sie zu Kriegerinnen werden?'
'Es gibt Sailor Oriana, sie ist die Kriegerin des Feuers, der Leidenschaft und des Todes. Sie verkörpert Azrael, den Engel des Todes, den 'Seelenabholer'.
Sailor Etana, Kriegerin der Stärke, der Natur, und ihrer Katastrophen. Sie ist die Verkörperung von Michael, den Engel der Naturereignisse, er ist der Entscheider über Schnee, Regen, Sturm, ob unsere Saat wächst und wann sie es tut.
Dann gibt es noch Sailor Moira, die Kriegerin des Schicksals, des Wassers und der sieben Weltmeere. Ihr Engel ist Raphael, der Engel des jüngsten Gerichts, der die Menschheit erst auflöst dann wieder auferstehen lässt. Mit diesem Amulett kannst du dich verwandeln.' Mit einem funkeln hatte Shala ein Amulett um ihren Hals. 'Das ist das Zeichen von Gabriel!
Wer die Kriegerinnen sind, musst du rausfinden. Und das sollte zügig passieren, denn die Dämonen würden unsere Bitte zu warten nicht ernst nehmen.' Ein breites Grinsen lag aus Chiyos Gesicht. 'Das ist mir schon klar Chiyo.. Wenn ich nur wüsste wo ich anfangen soll..'

'Bist du soweit Chiyo? Ich möchte heute noch in den Park gehen!' Shala wartete ungeduldig an der Haustür. 'Jaa ich komme! In den Nachrichten kam wieder was über die Dämonen, ich glaube die anderen Senshi wissen jetzt, dass sie die Jins vernichten können!' 'Das ist ja toll! Vielleicht sollten wir sie besuchen? Um miteinander zu reden für eine Zusammenarbeit.' 'Lass uns erst die anderen von uns finden! Wir treffen uns dann als Team! Das ist besser!' 'Ok, wenn du meinst.. jetzt komm gehen wir los!'
Shala setzte sich im Park auf eine Bank und genoss die Sonnenstrahlen des späten Sommers. Chiyo streckte seine Nase aus Shala's Handtasche und guckte in die Gegend.
'Chiyo..wenn mich irgendjemand anschaut, als ob er einen Alien gesehn hätte, obwohl er nur dich gesehn hat..dann befördere ich dich mit einem Tritt in deinen Himmel zurück..', gab Shala sarkastisch von sich. 'Es ist auch dein Himmel..', fauchte Chiyo.
'Ja ja, was auch immer.. Siehst du jemanden?' 'Ich SPÜRE jemanden, gesehen hab ich sie noch nicht.' Aufeinmal hörte man jemanden schreien hinter Shala und Chiyo! 'Shala! Ein Dämon! Schnell! Verwandle dich!' 'JA!' Shala legte ihr Hand auf das Amulett. 'Licht des Gabriel, mach auf!'
Ein heller Lichtblitz und Shala wurde zu Sailor Amara! 'Was für ein Gefühl.. Diese Kraft..ich spüre sie überall!' 'Los jetzt!' Mit einem Sprung landete Sailor Amara vor dem Dämon, das Mädchen das er am Hals gepackt hatte ließ er zu Boden fallen. 'Du hast dir aber keine guten Tag ausgesucht um rumzudämonen! Such dir gefälligst jemanden mit deiner Größe!' Der Dämon hatte nur ein breites Grinsen drauf. 'Was bist du denn für eine Witzfigur?' 'WITZFIGUR?? Ich werde dir schon zeigen was ich bin! gabriel leih mir deine kraft.. LICHT DES HIMMELS..ZERSTÖRE IIIIHN!' Ein grelles Licht umhüllte den Dämon und weg war er...
'Sailor Amara! Du hast es geschafft! Ich wusste du kannst es!' Shala konnte sich ein gequiekel nicht unterdrücken. 'Chiyo! Das Mädchen!' Sie rannten zu ihr. Shala kniete sich nieder. 'Sie kommt zu sich! Hey..wie fühlst du dich?' Shala nahm ihre Hand, aufeinmal spürte sie etwas. In ihrem inneren Auge sah sie Raphael. 'Chiyo..sie ist Moira!' Chiyo machte große Augen: 'WAS! Das ist ja großartig! Dann haben wir eine schon gefunden! Und das nach einem Tag!'
'We..wer bist du?' fragte das Mädchen. Als sie Chiyo sah weiteten sich ihre Augen. 'Bin ich schon tot? Oder wo gibt es fliegende Mäuse?' Chiyo guckte aus seinen Augenschlitzen: 'Ich bin keine Maus! Ich bin ein Tenshi!' 'Chiyo lass uns sie nach Hause bringen!'

 

Kapitel 3
Neue Sailor Krieger

Zu Hause legte Shala das Mädchen in ihr Bett. 'Mir geht es wirklich schon besser!
'Bleib noch etwas liegen! Ich bring dir eine Tasse grünen Tee! Bin gleich zurück!' Und schon war Shala weg, mit schnellen Schritten eilte sie zur Küche und setzte Wasser auf. 'Du bist eine Sailor Kriegerin?' Shala schreckte auf. Sie drehte sich um und das Mädchen stand in der Küche.
'Ja und ich muss mit dir reden..' Shala schenkte Tee in die Tassen ein und sie setzten sich an den Küchentisch. 'Wir kennen uns ja noch garnicht! Ich heiße Shala. Wie heißt du?' 'Ich bin Anisah.'
'Freut mich Anisah! Chiyo kennst du ja schon, er ist ein Tenshi, wie er schon gesagt hatte.'
'Hallo Chiyo, tut mir leid wenn ich dich vorhin beleidigt habe!' 'Ist schon ok!' Chiyo musste kichern.
'Anisah, ich muss dir etwas sagen... du bist auch eine Sailor Kriegerin. Das habe ich gespürt als ich im Park deine Hand hielt!' 'Was?' kam heiser von Anisah. 'Und was erwartet man jetzt von mir?'
'Wir müssen gegen diese Dämonen kämpfen! Wir haben garkeine andere Wahl, Chiyo lässt uns keine...' Seitlich sah sie Chiyo böse an. 'Aber ich gebe Privatunterricht! Ich habe garkeine Zeit zum Kämpfen! Ich muss Arbeiten korrigieren und solche Sachen..' Anisah wurde ganz rot. 'Warum möchte eigentlich keine von euch eine Kriegerin werden? fauchte Chiyo. 'Ist doch garnicht so schlimm.' 'Na du hast gut reden Chiyo! Wir müssen gegen diese Monster kämpfen und unser Leben aufs Spiel setzen!' Shala Antwort wirkte stachelig. Gerade als Chiyo etwas sagen wollte, unterbrach Anisah die beiden: 'Ich mach's!' Shala und Chiyo konnten es nicht fassen! 'Sie macht's! Hast du gehört Shala? Sie hat keine Angst wie du..' sagte Chiyo frech. Mit einem Schlag landete er mit der Nase auf dem Tisch. 'JA JA..' Shala hatte ihm eine auf den Kopf gehauen.. 'Auuu...das tut wehhhh...' Chiyo rieb sich seine Nase. 'Aber Shala..' Anisah nahm Chiyo auf den Arm. Chiyo schien es zu passen, er schmiegte sich an sie und grinste. 'Erzähl mir mehr!' Anisah wollte mehr wissen.
Shala erzählte ihr alles. Sie bekam auch ihr Amulett zum verwandeln. Sie redeten die ganze Nacht und es schien als würden sie sich schon sehr lange kennen.
Am nächsten Morgen verabschiedeten sich Shala und Anisah an der Haustür. Sie mussten schließlich beide Arbeiten gehen. 'Bis dann!' 'Ja! Wir sehen uns! Und ruf mich an wenn du etwas bemerkst!' 'Mach ich!'
Shala stöhnte: 'Sie ist so süß und unschuldig.. ich hoffe das alles gut läuft!'
Im Café angekommen bemerkte Shala das nicht besonders viel los war. 'Chef, ist alles in Ordnung? Ist nicht gerade was los..' 'Es ist wegen diesen Wesen, die Menschen haben angst ihre Wohnungen zu verlassen.' 'Hmm, ja ich hab es gemerkt.. Na und wenn schon!' Shala grinste breit. 'Die Sailor Krieger werden diese Dinger verjagen!' Ihr Chef musste lachen, 'Wenn du meinst.'

Als Shala wieder zu Hause war, hatte sie ein trauriges Gefühl. Sie hatte angst, angst davor zu versagen.. Sie blieb eine weile ruhig sitzen und stütze ihr Gesicht auf ihren Händen. Dann stand sie auf und ging ins Schlafzimmer, unter ihrem Bett zog sie etwas hervor. Als sie es ansah schluchzte sie auf und eine Träne bahnte sich einen Weg über ihr Gesicht. Langsam öffnete sie es, was drinnen war, war eine Violine.. Sie nahm den Zettel der auf ihr lag, auf dem Zettel stand: ~Für meine kleine Shala zum 10. Geburtstag! Es soll dich immer glücklich machen mein Liebling! Dad~
Sie legte den Zettel zur Seite und strich über die Violine. Dann nahm sie es heraus, drehte sich um und lehnte sich an ihr Bett. Das letzte mal hatte sie es auf der Beerdigung ihrer Eltern gespielt.. Kurz hielt sie inne und schließlich fing sie an zu spielen. Sie spielte Rainy Mood das sie auch auf der Beerdigung ihrer Eltern spielte. Chiyo stand schon die ganze Zeit am Türrahmen und beobachtete sie. 'Genau wie Gabriel..' dachte er. Eine Weile hörte er ihr zu.
Dann verstummte die Violine und Chiyo sah wie Shala an der Bettkante weinte.
Shala hörte wie das Telefon klingelte.
'Hallo?' 'Shala?' Es war Anisah. 'Hast du geweint?' 'Nein, nein! Ich hab grade nur eine Zwiebel geschnitten! Was gibt’s? Weißt du was neues?' 'Ich habe einen neuen Dämon ausfindig gemacht! Es ist am Tokyotower! Wir treffen uns dort!' 'Ok, ich wir sind gleich da!' Shala legte das Telefon auf die Station. 'Chiyo wir müssen los!'

Am Tower sahen sich die Kriegerinnen. 'Anisah, wir müssen uns verwandeln!' Anisah nickte.
'Licht des Gabriel, mach auf!' 'Licht des Raphael, mach auf!'
Die Senshi sahen ein Mädchen mit dunkelgrünen Haaren wie sie gegen den Dämon kämpfte! Mit einen Tritt löste er sich in Luft auf und stand weiter weg wieder auf den Beinen. 'Chiyo, kann es sein?' 'Ich spüre eine ob sie es ist musst du rausfinden!' Sailor Amara regte sich auf: 'Sag mal, wie hast du denn mich eigentlich gefunden Chiyo??' 'Sailor Moira unterbrach die beiden wiedermal: 'Jetzt ist nicht die Zeit dafür, um sich zu streiten! Ich halte ihn auf, guck du ob sie eine von uns ist!'
Amara rannte zu ihr rüber und packte sie am Handgelenk. Schon wieder sah sie etwas in ihrem inneren Auge; 'Michael!' Schon erschien ein Amulett um ihren Hals. Das Mädchen guckte ganz verdutzt. 'Was zur Hölle..??' 'Schnell! Du musst dich verwandeln!' Chiyo hatte sie beobachtet.
'Ich?? Aber wie de..?' Plötzlich hörte sie ihren Verwandlungsspruch in ihrem Kopf! Erst zögerte sie, dann: 'Licht des Michael, mach auf!' Vor ihnen stand Sailor Etana! 'Schnell, ich kann ihn nicht mehr länger aufhalten!' rief Sailor Moira. 'Blütenstaub..vernebel ihn!' Die Kriegerin der Natur hatte eingegriffen! 'Schnell Amara! Das ist ein Semum!' Sailor Amara hob die Hände in die Luft. 'gabriel leih mir deine kraft.. LICHT DES HIMMELS..ZERSTÖRE IIIIHN!' Wieder ein grelles Licht und der Semum hatte sich in Luft aufgelöst. 'Geschafft!' Amara drehte sich zu den Mädchen und zeigte einen Daumen nach oben. 'So und jetzt wieder eine Aufklärung.' Moira kicherte. Und Etana wurde die ganze Geschichte mit einer Tasse Tee bei Shala erzählt.

 

Kapitel 4
Das Schicksal spielt verrückt

Sailor Etana's richtiger Name ist Zafirah. Sie ist Kickbox-Trainerin in Tokyo. 'Kickboxen? Wow, dann wirst du keine Probleme haben gegen diese Dinger zu kämpfen.' lachte Shala. 'Da hast du recht! Ich werde diese Dämonen schon in ihre Hölle zurückschicken!' Zafirah ist ganz schön mutig.
Chiyo überlegte: 'Fehlt nur noch eine..' 'Keine Sorge Chiyo! Sie finden wir auch noch! Zwinkerte Shala ihm zu. 'Na ja, es ist spät geworden wir gehen dann mal! Wir treffen uns dann alle morgen im Park wieder!' Anisah nahm ihre Tasche und sie verabschiedeten sich.
Shala zog sich um und legte sich in ihr Bett. 'Chiyo, was denkst du, wann werden wir Sailor Oriana finden?' fragte sie ihn. 'Wenn ich es nur wüsste.. Aber ich hoffe bald!' 'Ja..das hoffe ich auch. Gute Nacht Chiyo!' 'Gute Nacht!'

Im selben Moment am Flughafen:
~Flug 318 aus Osaka ist jetzt gelandet!~ Nach einer Weile strömten die Fluggäste aus dem Terminal. Ein Mädchen mit roten, langen, lockigen Haaren ging an der Gepäckannahme vorbei.
Als sie draußen war, ging sie zielsicher auf ein Taxi, stieg ein und einige Sekunden später fuhren sie los. Ihr kam es endlos vor und die Straßenlaternen ließen sie jedesmal blinzeln. Der Fahrer hielt vor einem Appartement, sie zahlte und stieg aus. Als sie endlich in ihrer Wohnung stand warf sie ihre Handtasche, während sie daran vorbei ging, aufs Sofa, zehrte ihre lange Strickjacke runter, warf sie auf den Boden und legte sich so wie sie war in ihr Bett. 'Man bin ich kaputt..'
*Tokyo brennt! Alle rennen um ihr Leben, sie sieht wie viele es nicht schaffen und im Feuer ersticken! Sie weiß, dass das Rennen umsonst ist.. Es gibt kein Entkommen! Sie holen sich alle! Es ist das Ende der Welt! Sie kommen von Computern übers Internet, vom Handy, vom Fernseher, sie kommen von allem was den Menschen die Kommunikation erleichtert. Aber warum?*

Als ihr Handy klingelt, schreckt sie auf. Zuerst dreht sie sich um und versucht weiter zu schlafen. Aber dieses scheiß Handy will einfach nicht aufhören zu klingeln! Zögernd rappelt sie sich auf und geht zu ihrer Handtasche den sie gestern Abend im Wohnzimmer gelassen hatte. 'Wer lässt denn so lange klingeln? Muss wohl wichtig sein..' dachte sie sich und holte ihr Handy aus ihrer Tasche. 'Ja?' Ihr Stimme hörte sich ziemlich verschlafen an. 'ENDLICH! Ich dachte schon du bist nicht zu Hause angekommen!' 'Mama?? Was bringt dich dazu so früh anzurufen? Wieviel Uhr ist es eigentlich?'
'8 Uhr! Hast du etwa noch geschlafen?' 'Meine Wohnung ist nicht um die Ecke Mum.. ich muss mit dem Flieger hin und her.' 'Ja, ich weiß! Ich hab mir nur Sorgen gemacht, weil du gestern so neben dir standest Sarafina..' Stille. 'Bist du noch dran Liebling? Ich hab mir einfach sorgen gemacht!'
'Mir geht es gut Mum, ich bin nicht das einzige Mädchen, das ihren Vater verloren hat! Können wir später weiter reden? Ich möchte gerne weiterschlafen.' Ihre Mutter brachte nur ein 'Ja' raus. 'Ach, Sarafina? Bitte ruf doch deine Schwester an.. Ihr wart lang genug zerstritten.. Sie wird..' '..Mich gewiss selber anrufen, wenn sie es für nötig hält! Bye Mum! Hab dich lieb!' 'Bye mein Schatz..'
Sarafina legte auf und schaute auf das Bildschirm von ihrem Handy. Langsam tippte sie sich durch ihre Kontakte. 'Ob ihr Nummer noch die selbe ist?' Fragte sie sich. Sie drückte wieder weg und warf ihr Handy wieder auf das Sofa. Sie schlenderte in die Küche und machte sich Kaffee. Nach einer weile schlürfte sie ihren Kaffee und war in Gedanken versunken.. Sarafina musste an den Streit denken der zwischen ihr und ihrer Schwester lag. ~Bitte! Hör mich doch zu! Das hab ich nur für euch getan! Weißt du noch was Papa gesagt hat? Das ich ihm niemals einen Sohn ersetzen könnte! Ja, das hat er gesagt! Aber als das Geld ins Haus kam war ich aufeinmal sein Liebling..~ ~Sei still Sarafina! Du hättest nicht diesen Weg wählen müssen! Es gibt auch andere Sachen die du tun könntest! Aber nein, du wählst diesen Weg und wirst eine Kurtisane!~ Sarafina blinzelte diese Gedanken wieder weg und nahm einen Schluck von ihrem Kaffee. 'Heute mache ich das nicht mehr..! Vielleicht..' sie versuchte sich einzureden, dass ihre jüngere Schwester ihr vielleicht verzeihen würde. Früher waren sie unzertrennlich und heute? Seit 3 Jahren keinen Kontakt mehr. Sarafina wusste nur, das sie auch in Tokyo lebte. Mehr wollte sie auch nie wissen. Sonst würde sie vielleicht auf die Idee kommen sie zu Besuchen. Ihre Mutter musste sie schon öfters zum schweigen bringen. Jedesmal wollte sie mit Sarafina über ihre Schwestern reden. Sie konnte es einfach nicht! Sie wollte warten, warten bis sie anruft und sich entschuldigt! Schließlich tat sie das alles, nur um ihre Familie zu ernähren! Ihr Vater war krank, ihre Mutter musste ihn pflegen und ihre Schwester? Ihre Schwester.. sie ging noch zur Schule damals.. Sarafina arbeitet heute als einfache Schuhverkäuferin in einem amerikanischen Laden. Es heißt Joe's. Jeden verdammten Tag kommen irgendwelche Menschen rein und wollen ihre Hilfe, ihr Meinung und ihre Geduld. Sie hat keine Lust mehr immer eine unbedeutende Person zu sein. Sie wollte endlich jemand sein, zu der man hinaufschaut. Jemand den man bewundert... Sarafina stand auf und räumte ihre Tasse in die Spülmaschine ein. Plötzlich schossen ihr die Bilder von ihrem Traum durch den Kopf. Was hatte dieser Traum nur zu bedeuten? Schon lange träumte sie den selben Traum immer wieder. Ein Spaziergang würde ihr den Kopf wieder frei machen dachte sie und ging unter die Dusche.

Währenddessen bei Shala
'Shala beeil dich! Immer kommen wir wegen dir als letztes an!' rief Chiyo und flatterte im Flur hin und her. 'Ich komm ja schon!' Shala schlüpfte in ihre Schuhe und dann waren sie auch schon draußen.
'Wo bleiben die beiden?' Zafirah wurde ganz ungeduldig, sie hasste es zu warten. 'Sie sind bestimmt gleich da! Mach dir keine Sorgen!' 'Sag mal Anisah, bist du immer so ruhig? Oder hast du auch mal deine Tage?' fragte Zafirah ironisch. 'Ah da kommen sie ja schon! Shala, hier sind wir!'
Shala war total außer Atem. 'Entschuldigt die Verspätung!' 'Ist schon ok! Wir haben uns nur etwas sorgen gemacht und dachten ein Dämon hätte euch aufgehalten und ihr hättet ohne uns Spaß!' Zafirah kannte warscheinlich nur die Ironie als Sprache. 'Ach Zafirah, wir hätten euch schon noch dazu geholt wenn so etwas passieren würde!' winkte Shala ab.
Sarafina ging ruhig und in Gedanken verloren als sie jemanden sah, den sie jetzt am wenigsten erwartet hätte. Oder war es ihr Schicksal sich heute, nach dem Verlust eines geliebten Menschen, wieder zu treffen?

 

Kapitel 5
Schwester treffen sich

Sarafina stiegen Tränen in ihre Augen. Sie wollte nicht blinzeln, aus angst, ihren Tränen den freien Lauf zu geben.. Eine wärme stieg in ihr auf und gleichzeitig hatte fürchtete sie die Folgen wenn sie auf sie zu gehen würde. Was würde sie sagen? Das sie sie nicht sehen will? Sie hasst?
Ohne es zu realisieren, dass ihre Füße einen Stritt vor den anderen taten, stand sie hinter ihr.
'Was..? Aber wie komm ich her?' dachte sie. Der Kloß in ihrem Hals nahm ihr die Luft zum atmen.
Die Mädchen bemerkten sie. 'Hallo? Wer bist du denn?' Shala schaute ziemlich erstaunt als sie das weinende Mädchen hinter Zafirah sah. 'Zafirah..' Sarafina's Stimme klang rau. Zafirah drehte sich langsam um. Sie kannte diese Stimme.. Ihre Augen weiteten sich. 'Sarafina.. aber seit wann..?' Mit einem mal fiel sie Sarafina um den Hals. 'Es tut mir so leid! Es tut mir alles so leid! Bitte vergib mir Schwester!' 'SCHWESTER????' kam es gleichzeitig aus den Mündern der anderen Mädchen.
'Zafirah, es tut MIR leid..das ich Scham über euch gebracht habe! Kannst du mir jemals verzeihen?'
'Das ist doch schon geschehen Sarafina!' Die Beiden verharrten so lange bis Shala eingriff: 'Äähm.. ich will euch ja nicht stören, aber könntet ihr mir bitte erklären was los ist?' Die Arme verschränkt wartete sie auf eine Antwort. 'Shala, sei nicht so ungeduldig! So wie es aussieht, haben sich zwei Schwestern länger nicht gesehen!' Shala schaute zu Anisah, sie war so geduldig und.. Shala bewunderte sie einfach. Die Mädchen ließen langsam voneinander und wischten sich die Tränen aus den Augen. Zafirah räusperte sich und kam als erste zu Wort: 'Sarafina ist meine Schwester.. Wir haben uns lange nicht gesehen. Ich wusste das sie in Tokyo lebt, aber nicht wo genau.' Sie drehte sich halb zu Sarafina. 'Ach Schwester!' und umarmte sie wieder. Nachdem sich alle wieder gefasst hatten stellten sie sich vor. 'Ich bin Anisah!' 'Freut mich!' Sie schüttelten sich die Hand und Shala streckte ihr die Hand entgegen. 'Shala!' sagte sie und lächelte. Als Sarafina's und ihre Hand sich berührten, schreckte Shala zurück! 'Autsch! Das gibt’s doch nicht! Sie ist..' '..eine von uns!' kam es von Chiyo! Zafirah's Augen weiteten sich. 'Wahnsinn!'
Als Sarafina Chiyo sah ging sie einen Stritt zurück. 'Was.. was ist das denn??'
'So hab ich auch das erste mal reagiert, als ich ihn sah.' lachte Zafirah. 'Keine Angst! Das ist nur Chiyo!'
'Azrael..' stammelte Shala. 'Azrael? Shala bist du sicher?' Anisah wollte ihren Ohren nicht trauen. Schon leuchtete ein Amulett um Sarafina's Hals. 'Eine Sense???' staunte Zafirah. Chiyo wollte die Sache zwar nicht unnötig verschärfen, aber er sagte ihnen das die Sense Azrael's Zeichen sei und das Sarafina die Kriegerin des Todes und des Feuers ist. Shala schaute auf ihre Handfläche: 'Das erklärt warum meine Hand gebrannt hat, als sie sich berührten.'
Zafirah drehte sich zu ihrer Schwester und sagte: 'Jetzt bist du eine von uns! Sarafina, du bist eine Sailor Kriegerin und hast jetzt eine Lebensaufgabe wie wir auch! Ohne wenn und aber, du hast keine andere Wahl!' sie lächelte. Zu ihrem erstaunen lächelte Sarafina zurück. Sarafina nahm Zafirah's Hand und sagte: 'Solange ich bei dir bin, nehm ich alles in Kauf!'
Die Mädchen redeten lange, 'Schon so spät? Langsam wird es kühl.' Shala schaute auf ihre Uhr und schlug sich die Arme um sich. Zafirah schaute auch auf ihr Uhr. 'Ja, ich denke wir sollten uns jetzt trennen. Sarafina, du bleibst heute Nacht bei mir! Ich denke es gibt viel zu reden.' Sarafina schaute zu ihrer Schwester und nickte zustimmend.

Zafirah schloss die Türe auf, ein angenehm bekannter Duft stieg Sarafina in die Nase. 'Lavendel!', sagte sie und atmete tief ein. 'Du warst schon früher so verrückt danach!' Sie grinste ihre Schwester glücklich an. 'Ja, es erinnert mich an die alten Zeiten.' ~Die alten Zeiten..~ dachte sich Sarafina und trat ein, ~Als wir noch unschuldige Kinder waren..~ 'Setz dich doch bitte! Ich hol uns was zu trinken!' und schon war Zafirah verschwunden. Sarafina setzte sich auf die Couch im Wohnzimmer und betrachtete die Gegend. An den Wänden hingen Bilder von ihren Eltern, von ihrem Vater, als er noch lebte. Sie entdeckte ein Bild, dass ziemlich an der Seite hing. Darauf war sie mit Zafirah zu sehen, an ihrem 16. Geburtstag. 'Das waren noch Zeiten..' Sarafina hatte nicht bemerkt das ihre Schwester schon wieder zurück war. Sie stellte die Tassen auf den Tisch. 'Warst du bei Mutter?' fragte Zafirah, lehnte sich an die Wand und schaute traurig zu ihr rüber. 'Ja, ich bin erst Gestern wieder gekommen. Mama hat mir gesagt, dass du auch dort warst.' sie schaute auf den Boden. 'Ich bin ein Tag bevor du gekommen bist wieder abgereist.' 'Papa's tot hat sie sehr mitgenommen.., sie hat mir angeboten, dort zu bleiben.' 'Mir auch..' Zafirah setzte sich zu ihrer Schwester. 'Irgendwann musste sie alleine bleiben. Sie wird schon nicht dran krepieren!' 'Warum bist du so böse zu ihr Zafirah?' 'Du weißt warum! Was sie dir damals alles gesagt hatten und dich rausgeschmissen haben..! Ich bin auch nicht besser..' Zafirah biss sich auf die Unterlippe, man konnte hören wie ihre Stimme zitterte. 'Ich bin auch nicht besser..' flüsterte sie wieder. 'Ich konnte mit dir nur wegen mir selber nicht reden. Ich hab mich zu sehr für das was ich dir gesagt hatte geschämt.' 'Schschsch.. Hey!' Sarafina nahm ihre Schwester in die Arme und hörte wie sie anfing zu schluchzen. 'Es ist alles vorbei und gehört der Vergangenheit an! Heute hab ich einen ganz normalen Job. Alles wird wieder gut und ist in Vergessenheit geraten!' 'Kannst du denn vergessen was du erlebt hast Sarafina?' Zafirah löste sich aus der Umarmung. Sarafina schaute wieder zu Boden 'was habe ich denn für eine Wahl?' sie schaute auf und grinste, 'und außerdem haben wir jetzt eine Mission zu erfüllen und haben keine Zeit um über alte Geschehnisse nachzudenken, oder?' 'Du hast Recht! Die Mädchen und ich werden dir die Zeit zum Grübeln schon nehmen! Da fällt mir ein..du bist Azrael's Wiedergeburt? Ganz schön gruselig..' sie schnaubte und wich mit ihrem Oberkörper zum Spass zurück. 'Ja, ich finde das echt passend!' lachte Sarafina, 'ich werde allen Männern die Lebensfreude austreiben!' Sie lachten ganz herzlich und legten sich anschließen, nachdem sie ihre Tee's ausgetrunken hatten, zum schlafen hin. Beide waren sehr müde, es war für sie ein anstrengender Tag gewesen.
'Guten morgen Chiyo!' Shala pickte Chiyo an. 'Aufstehn Schlafmütze! Ich kann es kaum erwarten Sarafina kennen zu lernen!' 'Jaaa..' hauchte Chiyo. Shala rannte ins Badezimmer und hüpfte unter die Dusche. Währenddessen stand Chiyo auf, flog durch die Wohnung und schaute sich fragend um. ~Wo steckt sie denn schon wieder? Mich aufwecken aber selber noch weiterschlafen, oder was?~ dachte er sich. Er legte sich auf's Sofa und schlummerte weiter, als plötzlich die Badezimmertür aufgerissen wurde. 'Chiyo, ich komm jetzt raus! Geh aus meinen Zimmer! Ich möchte nicht nochmal so eine peinlich Angelegenheit wie schon einmal erleben!' brüllte Shala. 'Ich bin im Wohnzimmer!' fauchte Chiyo zurück. 'und nicht scharf drauf, dich nackt zu sehen..' flüsterte er vor sich hin. 'DAS HAB ICH GEHÖRT!'
Shala griff zu ihrem Handy und wählte Anisah's Nummer. 'Ja, Hallo?' meldete sie sich am anderen Ende der Leitung. 'Hallo süße, wie geht’s dir? Bist du auch schon auf den Beinen?' 'Hallo Shala! Ja, ich muss Arbeiten korrigieren!' Anisah musste kichern. 'Jetzt schooon?' Shala's Stimme klang enttäuscht. 'Wir sehen uns aber schon heute noch, oder?' 'Aber ja doch! Ich bin sowieso bald fertig! Ich ruf dich dann einfach an, ok?' 'Ok! Dann bis später und viel Spass noch!', sagte Shala, letzteres mit Ironie betont und legte auf. 'Chiyo, heute soll etwas los sein! Da wir jetzt endlich komplett sind, würde ich zu gerne die anderen Sailor Kriegerinnen sehen!' 'Wir werden sie auch heute sehen.', kam es vom Sofa. Shala blickte zu Chiyo, er kauerte immer noch auf dem Sofa rum. 'Wie denn das? Planst du etwa alles?' Sie setzte sich neben ihn. 'So in etwa!' Chiyo setzte sich aufgeregt auf. Er mochte es, wenn er im Mittelpunkt stand. 'Ich habe nämlich gestern Abend noch mit Luna Kontakt aufgenommen!' 'Luunaa?? Was ist denn das?' kam es von Shala. Sie schien total begeistert zu sein. 'Luna ist Bunny's Helferin wie ich bei dir und ist eine Katze!' 'Bunny? Wer ist denn das schon wieder? Kennt sie etwa Sailor Moon?' Shala war ganz außer sich. 'Aber Shala..' kicherte Chiyo, 'Bunny ist Sailor Moon und sie erwarten uns heute Mittag im Hikawa-Tempel! Alle Sailor Kriegerinnen werden anwesend sein!' Shala riss die Augen auf, 'ALLE SENSHI??? Aaahhh das ist sooo aufregend! Ich muss sofort den anderen Bescheid geben!' Schon stand Shala auf um ihr Handy zu holen, da brachte Chiyo sie auf die Erde zurück. 'Nein Shala! Warte bis Anisah dich anruft, dann sind bestimmt auch Zafirah und ihre Schwester wach und wir können auch mit ihnen reden.' Ziemlich enttäuscht legte Shala ihr Handy wieder weg und ließ sich aufrecht auf das Sofa fallen. 'Oh man.. dann muss ich mich wohl noch ein wenig gedulden..'

Kapitel 6
Bei den anderen Sailor Kriegerinnen

Gleich nach dem Anruf von Anisah, 'Chiyoo, sie ist fertig! Wir müssen gleich los! Ich kann es kaum abwarten!' 'Warte Shala! Renn' nicht so rum, mir wird schon ganz schwindelig!'
Bei Anisah konnte Shala es kaum abwarten das die Anderen endlich kamen. 'Anisah, ruf doch bitte nochmal Zafirah an! Warum brauchen die denn so lange?' 'Sie sind bestimmt gleich da, Shala. Wenn ich sie nochmal anrufe wird Zafirah uns den Hals umdrehen!' Anisah schaute Shala grinsend an. Shala schnaubte, 'Ooook..' Da klingelte es schon an der Tür. 'Sie sind da! Chiyo, sie sind da!' Fröhlich rannte Shala an die Tür und schob Anisha hastig zur Seite. 'Mädels? Wo wart ihr denn so lange??' Zafirah kam gerade die Treppen rauf und schaute ziemlich böse. 'Shala, du bist eine Nervensäge! Warum bist du nur so ungeduldig?' 'Als ob du geduldig wärst..', flüsterte Shala vor sich hin. 'Wir sind ja da. Was gibt es denn so wichtiges?', fragte Sarafina. Shala's Augen leuchteten auf, endlich jemand der die Sache auch ernst nahm. 'Wir werden heute die anderen Sailor Kriegerinnen treffen Sarafina! Ist das nicht aufregend?' 'Die anderen Kriegerinnen?'
Die Mädchen setzten sich ins Wohnzimmer. 'Shala ich schwör's dir, beim nächsten mal reiß ich dir den Kopf ab, wenn du mich wieder so früh weckst!', zoffte Zafirah Shala an. Die streckte ihr nur die Zunge raus. Bevor Zafirah was sagen konnte, mischte sich ihre Schwester ein: 'Zafirah, sei nicht so gemein zu ihr. Wenn ich an ihrer Stelle wäre, würde ich mich wahrscheinlich auch so verhalten.' kicherte sie. Sarafina war die Ruhe in Person. Deswegen schenkte Zafirah ihr auch kein Glauben. Aber dafür hielt sie sich zurück. 'Also Mädchen, ich habe mich Gestern mit Luna, Bunny's treue Begleiterin und Helferin, wie ich bei euch, unterhalten. Sie wissen nämlich nicht wie sie gegen die Semum ankommen sollen. Da hab ich ihr gesagt' Chiyo streckte stolz die Brust raus, 'das ihr damit kein Problem habt!' Shala unterbrach ihn: 'Sag mal Chiyo, wieviele Kriegerinnen sind sie eigentlich?'
'Sie sind zu neunt.' Alle schauten zu Anisah. Kam die Antwort wirklich von ihr? Sie wurde rot im Gesicht. 'Na ja..., ich hab mich früher schon für sie interessiert...und im Internet findet man so einiges..' Chiyo räusperte sich. 'Zumindest eine, die ihre Sache ernst nimmt.' Zafirah konnte das nicht einfach so durchgehen lassen und kniff ihr Augen zusammen: 'Was können wir dafür, wenn wir besseres zu tun hatten als nach Mythen und Aberglauben im Internet zu suchen?'
'Das hab ich doch garnicht gemeint Zafirah.. Ich meinte.. na ja, was auch immer!' winkte er ab und fuhr dort, 'aufjedenfall erwarten die anderen uns gleich im Hikawa-Tempel! Ich denke wir sollten uns auf den Weg machen.' Chiyo flog auf und die Mädchen machten sich auf den Weg zum Tempel.
Kaum hatte Shala den Tempel gesehn, gab sie ein Freudenschrei von sich. 'Da ist es ja! Oh ich bin ja sooo aufgeregt! Wie sie wohl aussehen?' Zafirah hätte am liebsten Shala den Rest des Weges zum Tempel mit einem Kick hingefördert. 'Na aufjedenfall sind sie nicht so kindisch wie du Shala!' 'Warum bist du immer so gemein Zafirah?! Du bist doch bestimmt genauso aufgeregt wie wir!'

Endlich am Tempel, kam Shala nicht mehr aus dem Staunen. Mit einem mal entdeckte sie ein Mädchen, das zwei Odango's auf ihrem Kopf trug. Sie hatte langes, blondes Haar. Shala war sich sicher, das musste Sailor Moon sein! Schließlich sieht sie verwandelt garnicht mal so anders aus, so wie sie Sailor Moon aus den Zeitungen halt kennt. Sie sahen ziemlich jung aus. Ihr Blick ging über alle Mädchen. Neben Bunny stand ein Mädchen mit langen, schwarzen Haaren. Sie war ziemlich hübsch, fand Shala. Eine kräftige, große stand auf der rechten Seite von Bunny. Shala schaute weiter, da waren noch eine Blau-Haarige, eine sehr attraktive Blonde, die eine Schleife im Haar trug, eine noch jüngere mit kurzen, schwarzen Haaren. Neben ihr waren dann noch, etwas älter als die anderen wirkenden, zwei Mädchen und ein Mann. Er sah so aus, als wäre er auch so alt, wie die letzten beiden. Shala fragte sich was er mit den Senshi zu tun haben könnte. Chiyo und Luna begrüßten sich. Aufeinmal wurde Shala wieder ganz ernst. Keine Spur von ihrer kindischen Seite von vorhin. Die Mädchen blieben vor den anderen stehen. Shala streckte ihre Hand zu Bunny. 'Du musst Bunny sein! Ich bin Shala!'
'Hallo Shala! Ja, ich bin Bunny.' kicherte sie und gab ihr die Hand.
'Wie hast du es denn gewusst?', fragte sie und machte ein fragendes Gesicht. 'Nenn' es Intuition!', sagte Shala und zwinkerte ihr zu. Alle Mädchen begrüßten sich. Als Shala gerade dem jungen Mann die Hand streckte, grinste dieser schelmisch. 'Ich heiße Haruka!'
'Freut mich Haruka.' kam zögerlich von Shala und sie gab ihm einen feuchten Handdruck. ~Mist! Was war das denn Shala? Sonst bist du nie so..~, ärgerte sie sich innerlich und schämte sich wegen ihren dummen Gedanken.
Endlich kam Chiyo zu Wort. 'Da wir jetzt mit dem Kennenlernen durch sind, können wir zum eigentlichen Thema kommen!' Luna gab ihm nickend Recht. Haruka fiel ihm ins Wort: 'Was auch immer es mit diesen Mistviechern auf sich hat, wir werden die Erde mit unserem Leben beschützen! Das ist unsere Aufgabe! Warum seid ihr eigentlich Aufgetaucht?' 'Aber Haruka!' kam es aus einigen Mündern. 'Haruka, du weißt, dass wie beim letzten Kampf gegen diese großen Dämonen keine Chance hatten. Wir mussten einiges wegstecken. Deshalb lass bitte Chiyo ausreden!' Luna schaute ernst zu Haruka rüber. Dieser schnaubte und verschränkte abwehrend die Arme. So kam Chiyo wieder zu Wort. 'Die großen Dämonen sind keine gewöhnlichen Dämonen! Deshalb konntet ihr ihnen auch nichts anhaben. Sie wurden aus der Hölle geschickt, um die Menschen auf den jüngsten Tag vorzubereiten. Dann wenn Raphael 2 mal sein Horn bläst, wird es auf der Erde kein einziges Leben mehr geben. Bis er die Menschen wieder auferstehen lässt, um vor Gott Rechenschaft zu legen.' Ami konnte sich nicht zurückhalten: 'Aber das heißt ja dann, dass die Erde ihrem Ende naht. Bunny's Zukunft sieht aber unverändert aus. Da stimmt doch was nicht?!'
'Ja, natürlich hat sich in der Zukunft nichts verändert, weil die Semum ja erst viel später kommen sollten. Wir wissen nicht, was sie dazu gebracht hat frühzeitig damit anzufangen, aber wegen diesen Dingern mussten wir unsere Senshi aus dem Paradies, sprich; die Wiedergeburten der 4 Erzengel, erwecken! Wir sind auch nicht glücklich darüber,' er schaute zu Haruka, 'aber gegen diese Dinger habt ihr alleine leider keine Chance..'
'Der 4 Erzengel?, kam es von den Outer-Senshi. 'Aber das heißt ja dann..!' Setsuna klang geschockt. 'Ja genau, diese Mädchen sind Gabriel, Michael, Raphael und Azrael!', sagte Chiyo und zeigte auf die Mädchen. 'Ihr seid also Engel?', fragte Bunny. 'Na ja.., wir haben nur keine Flügel.' lachte Shala und legte sich verlegen die Hand auf den Kopf. Bunny musste auch lachen. 'Mondgesicht..du wirst gefälligst mit deiner Truppe hier bleiben und die Sache uns und den anderen Mädchen überlassen!' 'Nein, niemals!' kam es von Bunny. Diesmal war es Rei: 'Kommt nicht in Frage! Wir alle werden kämpfen!' 'Genau! Schließlich haben wir die selbe Mission wie ihr; die Erde und die zukünftige Prinzessin des weißen Monden beschützen!' Makoto ballte ihr Fäuste zusammen. ~Bunny ist eine Prinzessin?~ Shala konnte ihren Ohren nicht trauen. ~Auch noch eine, die in der Zukunft auf dem Mond leben wird, oder hatte sie da etwas falsch verstanden? Aber heutzutage war ja alle möglich.. Warum staunte sie auch, sie waren ja selber von 'Himmel' geschickt worden, um die Welt vor den Eindringlingen zu beschützen..~ Sie seufzte auf. 'Ich denke niemand sollte von seinen Aufgaben abkommen. Ihr beschützt eure Prinzessin und wir die Erde vor dem Untergang. Im Endeffekt sieht es so aus, als ob wir doch zusammenarbeiten werden.' Sarafina's rauchige Stimme machte den anderen eine Gänsehaut. Wohl oder übel stimmten die Outer's ihr zu. Auch wenn es Haruka nicht passte.
Chiyo erklärte was sonst noch relevant war, z.B. über die Jins, warum die anderen Senshi sie mit Leichtigkeit besiegen konnten. 'Sie sind fast wie die Dämonen, gegen die ihr schon einmal gekämpft habt. Die Jins leben genau wie die Menschen, aber in einem Parallel-Universum. Sie können euch sehen, aber ihr sie nicht. Ihr könnt sie nur spüren wenn sie anwesend sind, wie du Rei. Die Semum dagegen, kommen direkt aus der Hölle. Sie sind die Diener vom Teufel selbst. Sie sind sehr gefährlich! So sehr, dass sie Menschen sogar töten können! Und genau diese Wesen kann nur Sailor Amara vernichten.' Chiyo schaute zu Shala. Wir müssen zusammenhalten, es wäre das Beste für euch und eure Prinzessin, für uns und die Welt..'

 

Kapitel 7
Chiyo muss weg...

Nach dieser Unterhaltung trennten sich die Mädchen wieder. Anisah, Zafirah und Sarafina gingen mit zu Shala. 'Sie ist wirklich hübsch!' sagte Sarafina. 'Wer denn?' Shala guckte mit großen Augen. 'Na Bunny. Sie haben das Chaos besiegt, ich denke das sie wirklich stark sind.'
Anisah nahm einen Schluck von ihrem Tee, stellte es auf den Küchentisch und fügte hinzu: 'Ja, vor allem Sailor Moon scheint große Kräfte zu besitzen! Und sie ist die Prinzessin des weißen Mondes und die zukünftige Queen von Kristall Tokyo. Ihre Zukunft soll schon vorgeschrieben sein. Ganz schön strange..' Chiyo nickte, 'Ja, aber eure Kräfte reichen über ihren hinaus!
Sie sind Kriegerinnen von den Planeten und ihr seid alle vier vom Himmel gesandt.'
'Also wenn ich ehrlich sein soll, finde ich unsere Geschichte viel stranger!', lachte Shala.
'Ich denke wir werden uns daran gewöhnen müssen, schließlich haben sich die anderen Kriegerinnen auch an das Senshileben gewöhnt.' kam es von Sarafina, die mit einer Locke von ihren Haaren spielte. 'Ich weiß nicht so recht.. Chiyo müssen wir denn unbedingt mit denen in den Kampf ziehen? Ich kann diese Haruka nämlich nicht leiden! Wie sie uns blöd von der Seite angemacht hat..'  Zafirah verschränkte ihre Arme, 'möchte alleine kämpfen.. Pah! Das ich nicht lache! Als ob sie es alleine hinbekommen würden..!'
Shala fiel fast aus dem Stuhl! 'Was? Haruka ist ein Mädchen?? Aber..ich..oh nein...' Das war peinlich für Shala.. ~Jetzt hätte ich mich fast in den ääh die verguckt.. OH MEIN GOTT!~ Ihr schossen 1000 Gedanken durch den Kopf, dabei merkte sie garnicht das die sich auf ihrer Mimik widerspiegelten.. Zafirah's Blicke waren auf den Tisch vertieft, während sie auf den Hinterbeinen ihres Stuhls hin und her wippte, 'Ja, hast du es denn nicht gemerkt?' Plötzlich weiteten sich ihre Augen. 'NEEEIN...sag bloß du hast..?? Shala hast du dich etwa in Haru..???' Noch bevor sie ihren Satz beenden konnte, brach sie in lautem Gelächter aus.
'Ich glaub's nicht! Sie hat doch wirklich gedacht Haruka sei ein Junge!'
Sarafina und Anisah mussten auch lachen, aber sie kriegten sich schnell wieder ein nachdem sie Shala's gefährlichen Gesichtsausdruck gesehn hatten. 'Ja und?' schrie sie. 'Sag bloß, du hast gleich gemerkt das Haruka ein Mädchen ist?!' Chiyo verkriechte sich hinter Sarafina.
'Natürlich hab ich das! Und ich hab auch gemerkt wie sie mit Michiru Händchen gehalten hat!' Einen ironischen Unterton konnte sich Zafirah nicht unterdrücken.. 'Also mach dir keine Hoffnungen Shala..,' kicherte sie, 'sie ist schon vergeben..' Und schon prustete sie wieder los.
'Boaaaah ZAFIRAH!' Shala stand auf und ballte ihre Hände zu Fäusten. 'Warte bis ich dich in die Finger kriege!' Zafirah sprang auf und Shala jagte sie durch die ganze Wohnung.
Chiyo ließ seinen Kopf hängen und stöhnte laut. 'Werden die sich denn immer so streiten?'
Die anderen Mädchen seufzten auch. 'Sind sie immer so?, fragte Sarafina. Chiyo und Anisah nickten nur. 'Die werden sich nie ändern..'

Am nächsten Morgen hatte Shala an ihren Schienbeinen blaue Flecken.
'Diese Zafirah! Wegen ihr habe ich überall blaue Flecken!' 'Da bist du selbst dran schuld Shala.. Warum musstet ihr auch wie kleine Kinder durch die kleine Wohnung rennen?'
'Aber sie macht sich andauernd lustig über mich! Bin ich denn eine Person, über die man Witze reist Chiyo?' Shala streckte dabei ihren Kopf aus dem Schlafzimmer und zeigte mit dem Finger auf sich. Chiyo hielt sich abwehrend die Händchen vor sein Gesicht. 'Äh nein.., natürlich nicht!'
'Gut! Dann sag ihr bitte das sie sich jemanden anderen für ihre Späßchen aussuchen soll! Schließlich sind wir keine Kleinkinder mehr.'
'Ja mach ich... Du Shala, heute müsst ihr ohne mich zurechtkommen. Ich wurde zurückgerufen. Ich bin aber in ein paar Tagen wieder da! Denkst du ihr schafft das?' Shala guckte verdutzt: 'Warum denn zurückgerufen? Stimmt irgendetwas nicht?' Doch doch! Ich denke nur, das es vielleicht eine Veränderung gibt. Um das zu erfahren muss ich weg. Hier bei euch auf der Erde wird es wie einige Tage aussehen, aber bei uns gibt es keine Zeit. Ich werde dann mit dir aufbrechen!'
Shala packte Chiyo und drückte ihn an sich. 'Du wirst mir fehlen Chiyo! Bitte lass mich nicht lange warten!' Ohne zu wissen, wie es um ihn geschah, drückte sich Chiyo langsam wieder von ihr ab.
'Du wirst mir auch fehlen Shala!', sagte er mit hochrotem Kopf. So etwas kannte er ja garnicht.
'Aber wir sollten jetzt auch schon los, sonst kommst du zu Spät zur Arbeit!' Sie verabschiedeten sich nochmal und dann war Chiyo auch schon weg. Mit feuchten Augen verließ auch Shala ihre Wohnung und machte sich auf den Weg zur Arbeit. Unterwegs machte sie sich Gedanken über ihn und die Zeit, die sie seit kurzem zusammen verbracht hatten. ~Chiyo ist mir total ans Herz gewachsen..was würde ich nur ohne ihn machen?!~

Vor dem Café in dem sie arbeitet, blieb sie kurz stehen und holte tief Luft. Dann machte sie einen Schritt nach vorne und die Schiebetüren vom Geschäft öffneten sich.
'Guten Morgen!' 'Guten Morgen Shala! Gut das du da bist! Du musst auf den Laden aufpassen, heute Abend abschließen und morgen Früh wieder aufschließen. Denkst du du packst das?
~Sehe ich so unsicher aus, oder warum fragt mich das jeder Heute?~ 'Klar kein Problem! Ist bei dir alles in Ordnung Chef?', fragte sie ihn während sie sich ihre Schürze um bindete.
'Ja, alles in Ordnung! Ich muss nur nach Ichikawa um mir dort ein leerstehenden Laden anzusehen. Wenn alles gut läuft, mache ich dich zur 'Filialleiterin' von hier!' Er machte dabei eine Bewegung mit seinen Fingern. 'Schließlich studiert meine Tochter ja noch und Hiroyuki ist hier ja nur als Aushilfe tätig. Und außerdem ist er unfähig darin einen Laden in Gang zu halten..' Letzteres flüsterte er ihr zu. Obwohl Hiroyuki sein Sohn ist, ärgerte sich ihr Chef ständig über ihn. Aber er ging ja auch erst noch zur Schule, in die Oberstufe um genau zu sein.
Hiroyuki ist groß, dünn aber kräftig und hat längere Haare, die nicht unbedingt sehr gepflegt sind. Er erinnerte Shala an 'L' aus Death Note. Sie schüttelte sich bei dem Gedanken.
Und viel machte er ja auch nicht.. Er steht den ganzen Tag nur in der Küche und gafft Shala an. ~Toll.., dann bin ich ja alleine mit diesem Wiederling!~ Shala schaute zu Hiroyuki und sah wie er sie wieder von oben nach unten inspizierte. Mit einem Kopfnicken begrüßte er sie.
Shala grinste zurück, innerlich dachte sie sich nur ~ja ja, du mich auch!~
'Also ich bin dann weg! Wenn was ist, könnt ihr mich auf meinem Handy erreichen!'
'Ok! Viel Spass!' rief Shala ihm hinterher. Als sie sich umdrehte, stand Hiroyuki mit einem Bratenwender in seiner rechten Hand an die Hüfte gelegt und stützte sich mit seiner freien Hand auf der anderen Seite des Tresens ab. ~Warum grinst er immer so?~ fragte sich Shala.
'Hey Spongebob, weiter schaffen! Die Kunden haben Hunger!' Hiroyuki drückte sich vom Tresen ab und schlenderte, ohne sein Gesichtsausdruck zu ändern, in die Küche zurück.
Shala verdrehte ihre Augen und hob ihre Hände etwas an, um eine *Was soll ich bloß mit dir machen* Geste hervorzubringen. Da kamen auch schon neue Kunden rein.
Am Abend schloss Shala hinter dem letzten Kunden die Tür ab und wischte die Tische ab. Anschließend lief sie zur Kammer um den Kehrer zu holen. Gerade als sie zurück wollte, packte sie jemand am Handgelenk. 'Hiroyuki? Was ist los?' Shala erschreckte sich fast zu Tode! Zu vertieft in ihre Arbeit, hatte sie völlig vergessen das er ja auch anwesend war...

 

Kapitel 8
In letzter Sekunde

'Hab ich dich erschreckt?' Hiroyuki grinste breit. 'Ja das hast du!' Shala sprach in einem einzigen Atemzug. 'Du tust mir außerdem weh! Lass bitte meinen Arm los!'
Mit einem Ruck ließ er ihrem Arm frei. Shala streichelte sich vorsichtig über die Stelle.
Gerade wollte sie an ihm vorbei, als er sie an ihre Schulter packte: 'Warum bist du so zu mir?'
'Wie bin ich denn?', fragte sie ihn. 'Na so abweisend. Und.. und kalt.' 'Findest du nicht das du etwas übertreibst, Hiroyuki?!' Er zog seine Hand von ihr weg und senkte etwas seinen Kopf.
'Vielleicht hast du recht. Wahrscheinlich bilde ich mir es nur ein..'
Es schien, als ob er sich mir ihrer Antwort zufrieden gegeben hatte.
~Ach Hiroyuki... wie sehr wünschte ich netter zu dir sein zu können, aber du musstest ja unbedingt dich in mich verlieben!~
'Glaub mir, ich verhalte mich dir gegenüber wie allen anderen auch!', sprach Shala auf ihn ein.
'Und es ist mir egal, ob du der Sohn von meinem Chef bist!' Sie zwinkerte ihm zu und ging wieder nach vorne um zu kehren. In Gedanken versunken und ohne einen Blick in Richtung Küche, wo er war und putzte, zu verlieren ging sie ihrer Arbeit nach.
Nachdem sie fertig war, stellte sie den Kehrer weg und holte sich ihre Tasche.
'Hiroyuki, bist du auch schon fertig?' Er streckte seinen Kopf aus der Küche und nickte.
'Ja, bin ich. Warte bitte kurz!' Shala seufzte und wartete an der Tür die sie bereits aufgeschlossen hatte. Hiroyuki ging nochmal nach hinten als er ihren Namen rief.
'..kannst du mal bitte kommen?' Shala stellte ihre Tasche auf die Theke und verschwand nach hinten. 'Was ist los? Stimmt was nicht?' fragte Shala während sie auf ihn zuging.
Hiroyuki stand einfach da und sagte: 'Ja!' Aufeinmal packte er sie und drückte sie an die Wand. Shala gab einen Schrei von sich. Sie stand mit dem Rücken zur Wand und er vor ihr. Seine Hände waren neben Shala's Gesicht an der Wand. 'Was..? Hiroy..' Er presste seine Hand auf ihren Mund. 'Du musst jetzt ganz leise sein! Kein Laut! Du darfst nicht schreien, ok?!' Shala nickte hastig. Langsam zog er seine Hand weg und streichelte ihre Schläfe. Shala dachte, man könne ihr Herz schlagen hören. 'Du bist so hübsch Shala. Warum gehen wir nicht mal aus?' fragte er ironisch.
Gerade als sie was sagen konnte, hielt er seinen Finger vor ihren Mund. 'Ich hab doch gesagt du darfst nicht reden!.' Er flüsterte schon fast und zog seinen Finger wieder weg. Verrückte Sachen gingen in ihrem Kopf herum. Noch nie hatte sie so eine Angst gespürt. Er schaute ihr tief in die Augen, als ob er was suchen würde. Shala konnte es nicht länger zurückhalten und eine Träne rollte ihre linke Backe runter. Plötzlich legte Hiroyuki seine Lippen auf ihre. Shala's Augen wurden ganz groß und sie musste sich ein Würgen unterdrücken. So hatte sie sich ihren ersten Kuss nicht vorgestellt. Als sie seine Zunge in ihrem Mund spürte, wollte sie ihn von sich wegdrücken.
Aber er packte ihre Arme und drehte sie hinter ihren Rücken. Er hielt sie mit einer Hand fest, die Andere zog er vor und packte ihre Hüfte. Shala versuchte sich zu wehren, aber sie war einfach zu schwach. Immer fester drückte er sein erregtes Glied gegen ihr Unterleib, küsste wie wild ihren Hals und ging von ihrem Kinn wieder zu ihren Lippen. Er drückte sie so fest gegen die Wand, dass sie dachte, ihre Arme würden brechen. Jetzt konnte sie nichts mehr zurückhalten und sie weinte laut. Seine Finger wanderten überall hin und Shala wurde fast Ohnmächtig vor Ekel und Angst.
Sie wünschte sich, der Boden würde aufreißen und sie würde reinfallen. Mit beiden Händen packte er sie an die Brüste und stöhnte. Diesmal konnte sie ihre Arme befreien und ihn wegdrücken.
Alles ging so schnell, so wie sie vorne im Laden war, so schnell hatte er sie auch wieder gepackt. Wann hatte er das Licht ausgemacht? Hatte er es etwa geplant? Shala schrie lauthals los als sie am Boden lag und er über ihr. Jetzt drückte er ihr die Kehle zu und reflexartig packte sie seine Hand an ihrem Hals. Er schob ihr Oberteil etwas hoch und war an ihrem Bauch und schließlich an ihren Brüsten. Dann packte er fest ihren Oberschenkel und anschließend wanderten seine Finger an ihren Hosenbund. Shala bekam fast keine Luft mehr. Den Hals in den Nacken gelegt guckte sie mit einem schmerzverzerrten Gesichtsausdruck zur Glastür. Als sie jemanden vorbeigehen sah, streckte sie ihren linken Arm nach oben, Richtung Tür. Aber er sah sie nicht.
Sie schloss ihre Augen und betete das es schnell vorbeigehen würde, als plötzlich die Tür aufging und jemand Hiroyuki packte.
Völlig unter Schock lag Shala noch mit geschlossenen Augen regungslos auf dem Boden. Sie bemerkte garnicht was in ihrer Umgebung passierte. Der Mann schlug Hiroyuki fast zu Tode. Er ließ erst von ihm los, als Hiroyuki mit einem Blutüberströmten Gesicht auf dem Boden lag und seine Augen auf Shala gerichtet waren. Shala öffnete ihre Augen und sah ihm direkt ins Gesicht. Jetzt erst merkte sie was passiert war. Wie mit Watte in ihren Ohren nahm sie eine männliche Stimme wahr. Jemand schüttelte an ihrer Schulter, aber von ihr kam keine Reaktion. Zu sehr stand sie noch unter Schock. Dann schloss sie erneut ihre Augen.

Als sie sie wieder aufmachte war sie in einem Zimmer und lag in einem fremden Bett.
Was war passiert? Ihre Kehle schien eingetrocknet zu sein. Sie packte sich an ihren Hals und schluckte schwer. 'Wie geht es dir?' Shala schreckte auf und drehte ihren Kopf nach Rechts.
Ein großer Mann mit langen, schwarzen Haaren die er zu einem Pferdeschwanz gebunden hatte, stand vor ihr mit einem Glas Wasser und lächelte sie aus schmalen Augen an.
'Wo bin ich?', fragte Shala. Ihre Stimme klang verweint und rau. Der junge Mann reichte ihr das Glas Wasser und setzte sich auf die Bettkante. Langsam trank sie es aus.
'Bei mir zu Hause. Weißt du noch was passiert ist?' Sie nickte mit gesenktem Blick.
'Gut, weil ich werde jetzt die Polizei anrufen! Dann kannst du..'
'Nein! Bloß keine Polizei!' Er schaute sie verdutzt an. 'Warum nicht?', fragte er.
'Er ist doch...der Sohn..mein Chef..' stammelte Shala vor sich hin. 'Ich verstehe nicht?!'
'Ich muss gehen!' Shala zog die Decke zur Seite und wollte aufstehen. Da packte er an ihre Schulter und drückte sie leicht wieder zurück. 'Warte! Du kannst doch noch nicht aufstehen!' Plötzlich stieß Shala seine Hand weg und schrie auf. 'Lass mich los! Fass mich nicht an!' Ruckartig zog er seine Hände an sich und machte eine abwehrende Geste. Die Tür ging auf und zwei andere Männer standen im Zimmer. 'Was ist passiert? Wir haben einen Schrei gehört!' Sie guckten Shala an und dann den anderen Mann, der neben ihr saß. 'Sie ist aufgewacht?' 'Ja ist sie.. aber total gereizt ist sie auch!' Er stand auf, drehte sich zu ihr und fügte hinzu: 'Bleib bitte noch liegen! Hier wird dir keiner was tun! Ich habe anonym einen Krankenwagen dorthin gerufen, es kümmert sich also jemand um ihn! Wir sind unten wenn du was brauchst.' Schon war die Tür zu und Shala alleine im Zimmer.
Die ganzen Bilder schossen ihr durch den Kopf und sie packte sich daran. Wie kam es dazu? Wie lange hielt es an? Ist sie etwas..? Shala schaute zwischen die Beine, es war nichts zu sehen.
So lange hatte sie sich gehalten und so sollte es bestimmt nicht passieren. Sie sah das ihr Knopf noch offen war. Kurz stand sie auf und machte es zu, dann legte sie sich ins Bett und machte die Augen zu. Sie wollte nicht daran denken, aber immer wieder sah sie Hiroyuki's Augen, als er sie anschaute.
Nie wieder würde sie dahin gehen.., nie wieder.. Dann schlief sie erschöpft ein.

Frühe Sonnenstrahlen weckten Shala. Als sie aufstehen wollte, stöhnte sie auf und fiel wieder mit ihrem Hintern auf das Bett. Sie war ein einziger Muskelkater. Ihr tat alles weh. Langsam stand sie auf und ging zum Spiegel. Sie zuckte etwas, als sie ihr Gesicht, Hals und Dekolleté sah.
Ihre Lippe war aufgeplatzt, unter ihrem rechten Auge hatte sie einen blauen Fleck, ihr Hals hatte Bissflecken, sie waren rot und blau, ihr Dekolleté sah nicht anders aus.
Vorsichtig öffnete sie die Tür und ging in das nächste Badezimmer. Sie drehte den Wasserhahn auf und plötzlich brach sie in Tränen aus. Weinend wusch sie sich ihr Gesicht und trocknete es an einem Handtuch, auf den Guest stand. Mit leisen Stritten ging sie die Treppe runter, als sie unten war hörte sie eine vertraute Stimme. Sie ging in die Richtung, woher sie kamen. ~Aber..das ist doch..!~
Shala traute ihren Augen nicht. Die Welt musste wirklich klein sein...

 

Kapitel 9
Der Tag danach

'Setsuna?' sagte Shala völlig erstaunt. 'Shala, was ist passiert? Du siehst ja schrecklich aus!' Setsuna kam auf Shala zu uns uns sah sich ihr Gesicht von der nähe an. 'Erzähl ich dir später. Warum bist du hier?' 'Als ich gehört hatte das die Three Light's hier sind, bin ich schnell hierher gekommen um ihnen zu sagen, dass Bunny und die Anderen nach New York geflogen sind.' Shala setzte sich auf die Armlehne der Couch im Wohnzimmer wo alle waren. 'Sie sind weg..? Aber wir wollten doch alle zusammen..! Aber warum denn?'
'Sie machen einen besonderen Schüleraustausch. Schon seit einiger Zeit warten alle drauf! Das es jetzt sie getroffen hat, ist unpassend. Aber ihre Chance auf so etwas wollten sie auch nicht verpassen. Schließlich bin ich ja noch da und außerdem habt ihr doch selber gesagt, dass ihr unsere Hilfe nicht wirklich nötig habt.' Der junge Mann mit den schwarzen Haaren stand etwas von seinem Platz auf und auch die anderen Zwei machten große Augen. 'Was? Aber das heißt ja dann..!'
'Ja, Shala ist eine Sailor Kriegerin! Aber etwas anders als wir.' lächelte Setsuna.
'Aber Setsuna! Warum..' 'Keine Sorge Shala! Seiya und seine Brüder sind auch Sailor Kriegerinnen!', unterbrach Setsuna sie. 'Sie sind keine Gefahr für uns. Ganz im Gegenteil, sie waren uns sogar eine große Hilfe gegen das Chaos.' ~KRIEGERINNEN???~ Hatte Shala richtig gehört? ~Sie sind Mädchen? Wie geht denn so etwas?~
Der Mann mit den schwarzen Haaren stand auf und ging auf Shala zu: 'Ich bin Seiya! Das sind meine Brüder Yaten und Taiki!' Er streckte ihr seine Hand entgegen. Shala stand auf und gab ihm die Hand. 'Ich heiße Shala, freut mich!' sie senkte ihren Kopf etwas und sagte: '..und vielen Dank für gestern Abend!'
'Jetzt erzählt doch mal was gestern los war! Von wo kennt ihr euch?' Setsuna sah ziemlich aufgeregt aus. 'Setz dich erstmal hin! Dann erklär' ich dir alles.' Seiya wies sie auf die Couch.
Shala sagte nichts, sie sah's die ganze Zeit nur so da und starrte auf den Boden. Es war für sie zu peinlich. Als Seiya fertig war, sahsen alle erstmal ganz leise da. Schließlich unterbrach Yaten die stille und alle erschreckten sich. Er haute mit seiner Faust gegen den Tisch. 'So ein Mistkerl! Dem werde ich das nicht einfach so durchgehen lassen! Der kann was erleben!'
'Yaten, beruhige dich! Seiya hat ihm ja gegeben was er braucht! Ich kann solche Kerle auch nicht ausstehen!' der sonst so ruhige Taiki machte ein ziemlich verärgertes Gesicht.
Shala staunte. Sie kannten sie noch nicht mal und ärgerten sich so dermaßen darüber, was ihr passiert war.
'Sag mal Shala..' Seiya holte sie aus ihren Gedanken zurück. 'Was hast du dort eigentlich um der Zeit noch gemacht?' Sie konnte Seiya nicht in die Augen schauen. 'Ich arbeite..arbeitete dort. Wir waren gerade mit dem Putzen fertig und wollten gehen, als er mich nach hinten gerufen hatte und mich..' Shala stöhnte und hielt sich die Hand vor ihren Mund. Sie merkte wie es ihr übel wurde.
'Shala, ist alles ok?' Sie verneinte mit einem Kopfschütteln, dann stand sie auf und rannte ins Badezimmer.
'Was ist los mir ihr?' fragte Yaten und schaute Shala hinterher. Seiya wollte gerade aufstehen um zu Shala zu gehen, aber Setsuna hielt ihn am Arm und schüttelte ihren Kopf.
'Sie möchte bestimmt etwas alleine sein Seiya! Der Schock sitzt noch tief. Es wird eine Weile dauern bis sie darüber weg ist. Man kann von Glück reden das Seiya rechtzeitig gekommen ist, sonst wäre wahrscheinlich..' sie schaute weg.

Als Shala zurück war, wollten sich Setsuna und sie auf den Heimweg machen.
'Ich bringe sie nach Hause, macht euch keine Sorgen!'
'Seiya nahm Shala's Hand und legte einen Zettel rein. 'Hier ist unsere Nummer, du kannst jederzeit anrufen Shala! Egal wann, egal warum!'
'Keine Sorge Seiya! Ich werde mich auf jeden fall bei euch melden!' Shala warf einen Blick auf den kleinen, weißen Zettel, auf dem Seiya ihre Festnetznummer aufgeschrieben hatte.
'Ich werde mich etwas um sie kümmern!' Setsuna versuchte Seiya zu beruhigen.
Sie verabschiedeten sich und Setsuna brachte Shala mit ihrem Auto nach Hause zu Shala.
'Setsuna, du musst wirklich nicht hier bleiben. Ich ruf meine Freundin an, das sie kommen soll. Mir geht’s gut, wirklich!' 'Bist du sicher? Nicht das nachher Seiya und die Anderen Böse auf mich werden, weil ich dich alleine gelassen habe.'
'Mach die keine Sorgen! Ich ruf auch meine Freundin an!' Shala wollte Setsuna doch nicht aufhalten. 'Ok, zwar gehe ich ziemlich ungern, aber meine Nummer habe ich dir ja auch gegeben. Wenn etwas ist, rufst du mich bitte an! Ich werde dich heute Abend anrufen, um zu fragen wie es dir geht!' sagte Setsuna. 'Ok, kannst du machen!' Shala lächelte etwas.
Kaum schloss sie die Tür, rannte sie ins Badezimmer zog sich aus und sprang unter die Dusche.
Sie fühlte sich dreckig und nahm noch Hiroyuki's Geruch wahr.

Als Shala aus der Dusche kam, waren ihre Fingerkuppeln total verschrumpelt. Sie war wohl lange unter der Dusche gestanden.
Sie griff nach dem Hörer und wählte Anisah's Nummer, bevor sie auf die 'Anrufen' Taste drückte, sah sie das der Anrufbeantworter leuchtete. Sie drückte die Nummer weg und hörte den AB ab.
Es war Zafirah's Stimme die in den Hörer schreite: 'Sag mal Shala, wo bist du verdammt nochmal?! Weißt du eigentlich wie oft wir versucht haben dich anzurufen? Und Anisah war auch schon bei dir zu Hause! Melde dich gefälligst!' Zafirah schien richtig wütend zu sein..
Shala wählte diesmal Zafirah's Nummer und wartete bis sie abnahm.
'Hallo? Wer ist da?'
Stille.
'Hallooo? Wer zum Teufel ist da?'
Eindeutig.. es war Zafirah. Dann hörte Zafirah ein leisen Gewinsel.
'Shala? Bist du es? Wo hast du gesteckt?'
Jetzt konnte sich Shala auch nicht mehr halten und sie brauch in Tränen aus. Eine vertraute Stimme zu hören machte es nicht einfacher. Im Gegenteil, erst jetzt merkte Shala was für ein Glück sie hatte.
'Shala, liebes? Was ist los? Ist alles in Ordnung? Scheiße.. warte, wir sind gleich da!'
Schon hatte Zafirah aufgelegt. Shala wusste nicht wieviel Zeit verging, es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, als es plötzlich an ihrer Tür klingelte.
Langsam löste sie sich von ihrer Starre und machte die Tür auf.
Plötzlich umarmten sie zwei Arme. 'Shala! Was ist passiert? Wie siehst du aus?'
Wieder konnte Shala ihre Tränen nicht zurückhalten und ließ sich in Zafirah's Armen nieder.
Sarafina und Anisah waren auch gekommen. Als Sarafina Shala's Gesicht sah, wusste sie was passiert sein musste.. Sie ging auf Shala zu, packte ihren Kinn und schaute sich ihre Wunden genauer an. 'Sag mir nicht, dass er es geschafft hat dich zu vergewaltigen Shala!'
Die Mädchen machte große Augen und Zafirah sprang auf.
'WAS??? Vergewaltigen? Wer war es Shala?'
'Ich sah danach genauso aus..' Jetzt schauten alle zu Sarafina. Nach kurzem zögern nahm Shala sie in die Arme. 'Es ist so plötzlich passiert! Wenn Seiya nicht gekommen wäre, wäre ich bestimmt...'
Zafirah stand auf: 'Sag mir wer es war Shala!' 'Zafirah setz dich bitte wieder hin. Er hat bekommen was er gebraucht hat.' Shala zog Zafirah wieder auf ihren Platz.
Anisah wollte sie ablenken. 'Sag mal Shala, wer ist dieser Seiya eigentlich? Warst du bei ihm zu Hause gestern Nacht?' Jetzt schauten alle zu Shala und warteten auf eine Antwort.
'Wisst ihr.., ihr würdet nie drauf kommen..' lächelte sie.

 

Kapitel 10
Three Light's

Als das ganze passiert ist, hat mich ja jemand gerettet sozusagen.. Na ja, dieser Jemand soll Seiya von den Three Light's sein! Ich kenne sie nicht. Kennt einer von euch die?'
Die Mädchen guckten Shala an, als ob sie einen Geist gesehen hätten.
'Kleines geht’s dir auch wirklich gut?' Anisah war ziemlich besorgt.
'Was..? Ja, warum? Kennt ihr sie denn jetzt?' Zafirah lehnte sich zurück und verschränkte ihre Arme vor der Brust: 'Aber natürlich kennen wir sie! Vor ungefähr 3, 4 Jahren haben sie gesungen und waren die erfolgreichste Boyband hier. Danach waren sie wie vom Erdboden verschluckt und es schien sich auch niemand mehr an sie zu erinnern.' 'Ja, das hab ich auch gemerkt!', sagte Sarafina.
'Wahrscheinlich kommt es daher, das sie auch Sailor Kriegerinnen sind...'
'Was? Shala, das kann doch garnicht sein! Sie sind doch Jungs!'
'Ich weiß, aber Setsuna hat es mir gesagt. Und sie wissen auch von mir.'
'Warum wissen die von dir?', sagten die Mädchen aus einem Mund.
'Na ja, Setsuna hat es ihnen gesagt und gemeint, es würde keine Gefahr von ihnen ausgehen. Schließlich hat sie mir ja auch gesagt, dass sie auch welche sind!'
Anisah war besorgt. 'Also ich weiß nicht Shala, was würde Chiyo dazu sagen? Er hat uns ja aufdringlich davor gewarnt, unsere Identität preiszugeben.'
Sarafina wurde ganz aufmerksam und schaute sich um.
'Jetzt wo du es sagst, wo ist Chiyo überhaupt?'
Ah! Das hab ich vergessen euch zu sagen! Chiyo ist zurückgegangen.'
'Er ist zurück? Aber warum denn?'
'Keine Sorge, er kommt wieder! Warum er weg ist weiß ich auch nicht genau.'

Als das Telefon klingelte schreckten die Mädchen auf. 'Autsch, das war wie ein Schlag ins Gesicht!' Zafirah tastete sich an ihre Brust. Shala stand auf und ging zu Telefon. 'Das muss Setsuna sein! Sie hatte gesagt, das sie mich anruft.' 'Sie hat sich wohl auch Sorgen um Shala gemacht.' , sagte Anisah zu Zafirah und Sarafina. 'Hallo?' 'Hallo Shala? Wie geht es dir? Fühlst du dich schon besser?'
'Hallo Setsuna! Ja, danke! Ich habe nur etwas Muskelkater und die blauen Flecken sind schmerzhaft. Wie geht’s dir?'
'Danke, mir geht’s auch gut. Seiya hat mich angerufen und hat nach dir gefragt.'
'Ach ja? Vielen dank. Ich werde mich bei ihnen melden und noch bedanken!'
'Hmhm, mach das! Es würde sie sicherlich freuen. Ok, also, freut mich das es dir besser geht!'
'Ja, mach dir keine Sorgen! Die Anderen sind auch gerade hier.'
'Dann muss ich mich ja nicht sorgen. Du kannst mich jederzeit anrufen Shala! Mach's gut!'
'Ok, danke Setsuna! Du auch.' Shala legte auf und setzte sich wieder auf ihren Platz.
'Was hat sie gesagt?' Zafirah hatte sich zu ihr gebeugt. 'Sie hat sich Sorgen um mich gemacht und gesagt das ich sie jederzeit anrufen kann.'
'Wie nett! Setsuna scheint ziemlich verlässlich zu sein.'
'Ja, das ist sie. Ich hab sie ja bei den Jungs getroffen. Sie war vorbeigekommen um ihnen zu sagen, dass die anderen Mädchen nach New York sind.'
'Sie sind weg? Aber warum denn? Ist irgendetwas denn passiert?' Die Mädchen schienen sichtlich besorgt. 'Das habe ich auch gefragt und Setsuna meinte, das sie einen besonderen Schüleraustausch machen würden. Wie lange sie wegbleiben weiß ich leider auch nicht.'
'Zumindest müssen wir jetzt nicht mit dieser Haruka kämpfen!', stieß Zafirah aus.
Shala verdrehte die Augen und seufzte. Anisah schaute auf ihre Uhr, 'schon so spät? Liebes ich muss dann los.. Morgen hab ich noch so viel vor..' Sie legte ihre Hand auf die von Shala.
'Kein Problem! Ihr braucht euch keine Sorgen zu machen!' 'Shala, wenn du möchtest kann ich heute bei dir bleiben!' Sarafina sah sie mitleidig an. 'Aber nein, wenn ich es doch sage..' 'Ihr geht es also gut! Lasst uns gehen!' Zafirah zog Anisah und Sarafina Richtung Tür. Shala wusste, dass sie sie nur aufregen wollte, aber sie musste nur darüber lächeln. 'Wartet mal..!' Mit einem Satz hatte Shala ihre Arme um die drei geschlungen. 'Danke, das es euch gibt!' Zafirah war die erste, die ihre Umarmung aufgenommen hatte und ihr einen Arm um ihren Hals legte. 'Wir haben dich auch lieb, kleines!', flüsterte sie in ihr Ohr. Sie mochte es nicht, ihre Gefühle vor allen raus zu posaunen.
'Pass auf dich auf! Und ruf an, wenn du etwas brauchst.' 'Ok, mach ich! Danke!'

Langsam räumte Shala den Tisch auf. Nachdem sie fertig war, ging sie in ihr Schlafzimmer und zog sich ihre Schlafsachen an. Sie legte sich in ihr Bett und starrte die Wand über ihr an.
~Wenn doch bloß Chiyo hier wäre~ dachte sie und machte die Augen zu.
Die ganze Nacht träumte Shala wirres Zeug, das ihr Angst machte. Immer wieder sah sie Hiroyuki vor sich, wie es sie packte und ihren Hals zudrückte. Aber sie sah auch Chiyo.
Neben ihm stand jemand. 'Shala?' Sie sah wie sie ihre Hand nach ihm streckte. 'Chiyo, warum kommst du noch nicht nach Hause? Wir vermissen dich.. ICH vermisse dich..'
'Shala, ich vermisse dich auch, aber du musst stark sein und noch etwas aushalten! Und es tut mir so leid, dass ich nicht bei dir war, als es passiert ist!'
'Es ist ja nichts passiert, zum Glück! Aber bitte komm bald zurück!' Chiyo nickte.
'Weißt du wer das ist?' Er zeigte auf die Person, die neben ihm stand. Shala schüttelte den Kopf. 'Das ist Gabriel! Er wollte dich unbedingt selber kennenlernen.' Shala schaute zu ihm auf, er hatte die selbe Haar- und Augenfarbe wie sie. Er trug eine einfache, weiße Hakama und einen Suikan und zwei riesige Flügel ragten ihm aus den Rücken. Sein Haar war lang, seine Augen klar und er schaute sie mit einem undurchdringlichem Blick an. 'Hallo, Shala! Freut mich, dich endlich selber kennenzulernen!', lächelte er sie an und seine Augen schlossen sich dabei.
~Er hat ja ein Grübchen.. wie süß!~
'Chiyo hat mir sehr viel über dich erzählt. Ich habe gehört, das du sehr gut Violine spielen kannst.' Jetzt merkte Shala, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg und sie senkte ihren Kopf verlegen.
'Ich äähm.. also..na ja.. Es ist lange her, das ich...vor anderen gespielt habe.' Sie hörte ein lächeln. 'Ich hoffe, dass wir die Möglichkeit haben werden, uns öfter zu sehen und kennenzulernen. Das würde ich liebend gerne! Aber jetzt müssen wir leider wieder gehen. Bitte pass auf die auf und sei stark!' Shala hob ihren Kopf an und schaute ihnen hinterher. 'Nein bitte... geht nicht! Chiyo, geh nicht!' Gabriel drehte sich etwas zu ihr um und sagte: 'Ich werde immer über dich wachen Shala!'
Da waren sie schon weg und die ganze Umgebung veränderte sich. Aus dem ganzen weiß und hellblauen Himmel blieb nichts außer Shala's Zimmer zurück. Sie machte die Augen auf.
~War das ein Traum?~ Sie drehte sich zur Seite und schlief wieder ein.

Am nächsten Morgen fühlte Shala nicht mehr viel von ihren ganzen Schmerzen. Da fiel ihr plötzlich wieder ihr Traum ein. ~Seine Stimme geht mir nicht mehr aus dem Kopf! Und diese Augen...~
Sie bemerkte, wie sie förmlich dahinschmolz und raffte sich auf. ~Komm zu dir Mädchen! Dich muss ja auch immer unerreichbares interessieren!~ Das Klingeln an der Haustür holte Shala wieder aus der Traumwelt. Sie warf einen Blick auf die Uhr, die über der Tür hing. ~Wer kommt mich denn so früh schon besuchen?!~ Mit einem Blick durch den Guckloch erkannte sie, wer dahinter stand. Langsam lehnte sie sich mit dem Rücken an die Tür. ~Oh nein! Warum denn so früh?~


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